Haarausfall ist ein sehr verbreitetes Problem und kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten – etwa durch Stress, hormonelle Veränderungen, genetische Faktoren oder auch ungünstige Gewohnheiten im Alltag. Zusätzlich kann ein Mangel an bestimmten Nährstoffen den Verlust der Haare begünstigen.
Wie Tatiana Teixeira Eto, Koordinatorin des Studiengangs Ernährung an der Faculdade Anhanguera, erklärt, zählt insbesondere ein Eisenmangel zu den wichtigsten Faktoren, die die Haargesundheit unmittelbar beeinträchtigen können. „Eisen spielt eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport im Körper. Sind die Werte zu niedrig, priorisiert der Organismus lebenswichtige Funktionen und verringert die Versorgung von Strukturen wie den Haarfollikeln – das kann zu geschwächtem Haar und Haarausfall führen“, erläutert sie.
Im Folgenden erfährst du, wie sich Haarausfall infolge von Eisenmangel erkennen und vermeiden lässt.
1. Achte auf die Signale deines Körpers
Neben Haarausfall kann ein Eisenmangel auch starke Müdigkeit, allgemeine Schwäche, blasse Haut sowie brüchige Nägel verursachen.
2. Lass Tests machen, um die Diagnose zu bestätigen
Ob ein Zusammenhang zwischen Haarausfall und Eisenmangel besteht, lässt sich nur über Blutuntersuchungen sicher feststellen. Dabei werden unter anderem Ferritin-, Eisen- und Hämoglobinwerte geprüft. Eine Ärztin oder ein Arzt kann die entsprechenden Tests anordnen, um den Nährstoffstatus im Körper zu beurteilen.
3. Setze auf eine eisenreiche Ernährung
Rotes Fleisch, Geflügel, Fisch, Bohnen, Linsen und grünes Blattgemüse sind gute Eisenquellen und sollten regelmässig in den Speiseplan integriert werden.
4. Kombiniere Eisen mit Vitamin C für eine bessere Aufnahme
Wenn du Eisenquellen zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Orange, Zitrone oder Acerola verzehrst, kann der Körper das Eisen besser aufnehmen.
5. Hole dir professionelle Beratung
Bevor du mit einer Supplementierung beginnst, ist eine fachliche Beratung entscheidend, um die Ursache des Haarausfalls zu klären und eine sichere, passende Behandlung zu gewährleisten. „In einigen Fällen kann eine Supplementierung sinnvoll sein, sie sollte jedoch begleitet erfolgen. Zu viel Eisen kann ebenfalls Risiken bergen; daher ist es ideal, die Ursache des Haarausfalls immer zuerst abzuklären, bevor man mit einer Behandlung beginnt“, betont Tatiana Teixeira Eto.
Achte auf die Signale deines Körpers
Ausreichende Eisenwerte sind nicht nur für gesundes Haar wichtig, sondern auch für das reibungslose Funktionieren des gesamten Körpers. Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, ist es daher ratsam, eine spezialisierte Beratung in Anspruch zu nehmen.
Von Priscila Dezidério
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