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Inès de la Fressange zeigt bei Chanel den Look mit weißer Hose

Frau in weißer Hose, dunkelblauem Pullover und Sonnenbrille trägt Korbtasche beim Überqueren einer Straße.

Jeden Abend der Pariser Fashion Week treffen Stars, Influencerinnen und Branchenprofis aufeinander. Im Gedächtnis bleiben dabei nicht unbedingt die schrillsten Outfits, sondern jene Kombinationen, die sich tatsächlich in den Alltag übertragen lassen. Genau das demonstrierte Inès de la Fressange beim Chanel-Defilee – mit einem Styling, das vielen Kleiderschränken sofort mehr Klasse verleiht: eine weiße Hose als Klassiker, modern gedacht.

Pariser Abend, große Bühne: Chanel setzt auf zeitlose Eleganz

Am vorletzten Tag der Pariser Modewoche zeigte Chanel eine der am meisten diskutierten Shows der Saison. Im Saal saßen Markenbotschafterinnen, Schauspielerinnen und bekannte Gesichter der Szene, während draußen die Streetstyle-Fotografen auf die Gäste warteten. Die Atmosphäre war gespannt und lebendig, ohne ins Überdrehte zu kippen. Im Mittelpunkt stand Luxus – und die Frage, wie man ihn so trägt, dass er im Alltag funktioniert.

Gerade in diesem Rahmen kann ein allzu lauter Look schnell wie Verkleidung wirken. Umso mehr stach Inès de la Fressange hervor: Sie machte vor, wie zeitgemäße Eleganz aussieht, ohne kalkulierte Exzentrik. Statt Pailletten-Kleid oder riskantem It-Piece setzte sie auf ein Outfit, das sich jede stilbewusste Frau als Referenz abspeichern kann.

Weiße Hose, dunkelblaue Jacke, rote Akzente: Aus drei einfachen Bausteinen entsteht ein Look mit maximaler Wirkung.

Der Look von Inès de la Fressange: Warum er so gut funktioniert

Die frühere Chanel-Muse gilt seit Jahrzehnten als Inbegriff des oft zitierten „pariser Chic“. Ihr Auftritt an diesem Abend zeigt punktgenau, was daran so überzeugend ist.

Oben schlicht, unten ein Statement

Oben trug sie ein klassisches weißes Hemd, darüber eine dunkelblaue Übergangsjacke, die sie offen ließ. Kein aufwendiges Drapieren, kein extremer Schnitt – alles bewusst zurückgenommen. Dazu kam eine kleine schwarze Schulterriemen-Tasche von Roger Vivier, die das Outfit ergänzt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Der Blickfang war eindeutig die Hose: ein weißes Modell aus etwas kräftigerem Stoff. Das bringt gleich mehrere Pluspunkte mit sich: Das Material fällt sauber, verknittert nicht so schnell und zeichnet nicht jede Kontur nach. Der weite, gerade Schnitt umspielt das Bein, lässt die Silhouette länger wirken und bleibt dabei angenehm entspannt.

Rote Gürtellinie, schwarze Schuhe: Kleine Details, große Wirkung

Damit das Ensemble nicht zu geschniegelt wirkt, setzte die Stil-Ikone einen klaren Farbakzent: einen roten Gürtel auf Taillenhöhe. Genau dieses Detail bricht die Strenge, nimmt dem Look die Schwere und sorgt sofort für Frische.

An den Füßen wählte sie klassische schwarze Mokassins. Weder Absatz noch Plateausohle – und trotzdem wirkt die Linie aufgeräumt und gepflegt. Diese Kombination macht den Reiz aus: alltagstauglich, komfortabel und dennoch eindeutig „angezogen“.

  • Weiße Hose: weiter, gerader Schnitt, aus festerem Material
  • Oberteil: schlichtes weißes Hemd
  • Jacke: dunkelblau, offen getragen
  • Accessoires: schwarze Schulterriemen-Tasche, roter Gürtel
  • Schuhe: klassische schwarze Mokassins, flach

Wie die weiße Hose den Sommer-Look aufwertet

Weiße Hosen sind jede Saison wieder präsent und verschwinden doch nie ganz. Sie wirken heller als Denim, bringen Licht in jedes Outfit und lassen sich mit nahezu jedem Stil verbinden. Trotzdem zögern viele – aus Sorge vor Flecken, zu viel Transparenz oder einer ungünstigen Wirkung. Mit ein paar einfachen Grundregeln lässt sich das gut entschärfen.

Die richtige Form wählen

Statt hauteng zu sitzen, darf die weiße Hose gern etwas weiter ausfallen. Ein gerader, leicht lockerer Schnitt wie bei Inès de la Fressange wirkt modern und schmeichelt den Beinen. Ebenfalls geeignet sind Marlene-Formen oder weite Palazzo-Modelle – besonders an warmen Tagen.

Wer kleiner ist, fährt gut mit einer Länge, die knapp über dem Boden endet und mit flachen Schuhen gerade nicht schleift. So entsteht optisch mehr Beinlänge, ohne dass hohe Absätze nötig sind.

Das geeignete Material erkennen

Bei sehr dünnen Stoffen zeigt sich schnell, was man nicht sehen möchte. Besser sind festere Baumwollqualitäten, Twill oder Leinenmischungen mit dichter Webung. Ein kurzer Test im Tageslicht (zum Beispiel am Fenster) verrät zuverlässig, ob der Stoff durchscheint.

Praktisch sind zudem Modelle mit etwas höherem Bund: Sie sorgen für eine ruhigere Linie und erleichtern es, Oberteile einzustecken, ohne dass es aufträgt.

Styling-Ideen: So kombinieren Modefans die weiße Hose im Alltag

Die weiße Hose ersetzt im Sommer ganz einfach die Bluejeans – und wirkt sofort edler.

Wer sich am Look der Chanel-Gästin orientieren will, kommt mit wenigen Teilen aus. Entscheidend ist, die Farbpalette bewusst klein zu halten, damit das Outfit nicht unruhig wirkt.

Monochrom für einen klaren Auftritt

Für einen besonders ruhigen, zeitgemäßen Effekt setzt man komplett auf Weiß- und Cremetöne. Wenn Hose, Oberteil und eventuell ein leichter Mantel nah beieinander liegen, wirkt die Silhouette wie aus einem Guss. Das passt ins Büro genauso wie zum Dinner oder zu einer Sommerparty.

Damit das Styling nicht kühl oder steril wirkt, helfen Accessoires in wärmeren Nuancen, zum Beispiel:

  • ein Gürtel in Cognac
  • Sandalen oder Mokassins in Sand
  • eine kleine Schultertasche in Beige oder Taupe

Maritim mit Dunkelblau und Streifen

Sehr stimmig ist Weiß in Kombination mit Dunkelblau. Ein gestreiftes Oberteil oder ein schlichtes Marine-Top weckt sofort Assoziationen an Küste und Urlaub. Eine weite weiße Hose verstärkt dieses Sommergefühl – besonders, wenn der Saum locker auf dem Schuh aufliegt.

Dazu passen flache Loafer, Espadrilles oder einfache Sneaker. Wer den Look eine Spur formeller gestalten möchte, greift zu einem dunkelblauen Blazer und einer Tasche mit Struktur.

Typische Fehler bei weißen Hosen – und wie man sie vermeidet

Damit eine weiße Hose wie bei einer Stilikone wirkt und nicht wie ein Kompromiss, lohnt sich ein genauer Blick auf Passform und Unterwäsche.

Problem Einfache Lösung
Durchscheinende Partien Zu dichterem Stoff greifen und im Tageslicht prüfen
Abzeichnende Taschen Modelle mit glatter Seitenlinie oder angedeuteten Taschen wählen
Sichtbare Unterwäsche Hautfarbene, nahtlose Slips statt weißer Wäsche
„Presswurst“-Effekt Lieber eine Nummer lockerer und gerade oder weit geschnitten

Wer bei Unterwäsche auf Hauttöne setzt, ist meist am sichersten. Der überraschende Effekt: Weiße Slips scheinen unter weißem Material oft stärker durch als beige Modelle, die dem eigenen Hautton nahekommen.

Warum dieser Look so zeitlos wirkt

Der Auftritt bei der Chanel-Show macht deutlich, wie stark eine bewusst reduzierte Kombination sein kann. Anstatt kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, baut Inès de la Fressange auf Basics, die Saison für Saison funktionieren: eine gut sitzende weiße Hose, ein schlichtes Hemd, ein eleganter Schuh – mehr braucht es häufig nicht.

Wer sich daran orientiert, sollte lieber in Qualität investieren als in spektakuläre Effekte. Eine weiße Hose, die nicht zu dünn ist, nicht schnell knittert und nicht zu eng sitzt, trägt man über viele Sommer hinweg. Mit wechselnden Oberteilen – vom Streifen-Shirt bis zur Seidenbluse – entsteht immer wieder ein anderer Eindruck.

Für den Alltag im deutschsprachigen Raum lässt sich das Styling unkompliziert abwandeln: Statt einer Designer-Tasche reicht eine schlichte Leder-Crossbody-Bag, und an kühleren Tagen übernimmt ein Trenchcoat die Rolle der leichten Jacke. Entscheidend ist die Idee dahinter: Mode soll nicht kostümhaft wirken, sondern den Alltag vereinfachen – und dabei gut aussehen.


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