Die Schauspielerin und Mode-Ikone bewegt sich zwischen dem Glanz internationaler Laufstege und einem vergleichsweise stillen Leben zu zweit in den Hügeln von Los Angeles. Genau diese Spannung spiegelt sich in ihrer neuen Villa: ein bisschen Hollywood-Effekt nach außen – und dahinter das Bedürfnis, die Tür zu schließen und einfach normal zu sein.
Karriere zwischen Chanel-Laufsteg und Horror-Hit
Lily‑Rose Depp wird längst nicht mehr auf „die Tochter von Vanessa Paradis und Johnny Depp“ reduziert. Mit Mitte zwanzig hat sie sich sowohl in Hollywood als auch in der Modewelt eine eigene Position erarbeitet. Beim Chanel-Defilee für die Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 im Grand Palais in Paris stand sie sichtbar im Mittelpunkt. Ihr auffälliger Leoparden-Look, entworfen von Kreativdirektor Matthieu Blazy, machte deutlich, dass sie in der Branche als feste Größe gesetzt ist.
Gleichzeitig entwickelt sich ihre Filmkarriere konsequent weiter. Der Horrorfilm „Nosferatu“, an dem sie beteiligt ist, kam weltweit auf rund 181 Millionen Dollar Einspielergebnis – ein klares Zeichen dafür, dass sie im Kino nicht mehr als Nachwuchs, sondern als etablierte Schauspielerin wahrgenommen wird. Schon zuvor sorgte sie in der HBO-Serie „The Idol“ an der Seite des Musikers The Weeknd für Aufmerksamkeit und spaltete mit einer sehr expliziten, provokanten Rolle das Publikum.
Dieses zweigleisige Profil – Fashion-Ikone auf der einen Seite, Schauspielerin mit eigenen Projekten auf der anderen – entspricht ihrem Alltag. Ein Teil des Jahres besteht aus Sets, Terminen und Fotostudios, der andere Teil gehört ihrem Privatleben in Kalifornien.
Warum Los Angeles für sie wie ein geschützter Raum wirkt
Den Großteil des Jahres verbringt Lily‑Rose Depp in Los Angeles, der Stadt, in der sie auch groß geworden ist. L.A. ist für sie nicht bloß ein Ort, an dem man Karriere macht, sondern ein Umfeld, in dem sich ein eigenes kleines Universum aufbauen lässt. Wer dort lebt, sitzt viel im Auto, Wege und Verabredungen sind weit verteilt, und Begegnungen passieren eher geplant – ganz anders als in vielen europäischen Großstädten, in denen man schnell in der Masse untergeht oder ständig erkannt wird.
Die Distanz in Los Angeles schafft für sie eine Art Schutzraum, in dem sich Privatsphäre leichter organisieren lässt.
Trotzdem betont sie, dass sie den Wechsel braucht. In Paris oder New York fühlt sie sich stärker mit dem Außen verbunden, trifft mehr Menschen und nimmt das Tempo der Städte intensiver wahr. Gerade dieser Gegensatz – Rückzug in den Hügeln von L.A. und das laute Leben der Modemetropolen – scheint ihr besonders gutzutun.
Lily‑Rose Depps Luxusvilla über der Stadt: ein Kokon für zwei
Ihr persönlicher Rückzugsort ist eine großzügige Villa hoch oben in den Hügeln über Los Angeles. Dort lebt sie zusammen mit der US-Rapperin 070 Shake, bürgerlich Danielle Balbuena. Beim Einzug wurden die beiden von Paparazzi erwischt: Kartons, Haustextilien, Kunstobjekte – alles vermittelte den Eindruck eines gemeinsamen Neustarts.
Das Anwesen liegt erhöht mit Blick über die Stadt und folgt einem klassisch kalifornischen Konzept: viel Glas, offene Grundrisse, große Terrassen. Entscheidend ist dabei die Abschirmung – wer hier lebt, bestimmt selbst, wann Sichtbarkeit stattfindet. Hohe Hecken, Zufahrten mit Tor und geschützte Außenbereiche gehören in solchen Lagen praktisch zur Grundausstattung.
Herzstück des Hauses: die große Wohnküche
Besonders präsent ist in dieser Villa die Küche. Über Instagram hat Lily‑Rose bereits mehrere kleine, persönliche Einblicke geteilt – scheinbar zufällige Momente beim Kaffee, beim Kochen oder beim Aufräumen, oft mit Musik im Hintergrund.
- Große, komplett ausgestattete Küche im offenen Wohnbereich
- Amerikanischer Kühlschrank aus gebürstetem Aluminium
- Professioneller Gasherd mit Backofen und Warmhaltefunktion
- Wandhohe Regale in warmem Honigeichen-Ton
- Viel Platz für Designobjekte, Alltagsgeschirr und Geräte
Der Mix aus High-End-Technik und wohnlichen Holzregalen ergibt eine Atmosphäre, die gleichzeitig reduziert, praktisch und einladend wirkt. Es geht erkennbar nicht nur um einen Interior-Look, sondern um einen Raum, in dem tatsächlich gelebt wird – vom schnellen Müsli vor dem Dreh bis zum späten Pasta-Abend zu zweit.
Die Küche wirkt wie das Zentrum des Hauses – weniger Glamour, mehr Alltag zwischen Espresso, Laptop und Musikbox.
Ein Paar, das seine Nähe schützt
Über ihr Liebesleben spricht Lily‑Rose selten, doch mittlerweile ist bekannt, dass sie mit 070 Shake zusammen ist. Die Künstlerin aus New Jersey wurde mit ihrem eigenständigen, melancholischen Sound international sichtbar und gilt in der Musikszene als Geheimtipp mit Kultstatus. Wenn beide öffentlich auftreten, wirken sie nah und vertraut – aber nicht wie ein bewusst inszeniertes Paar.
In Los Angeles scheint diese Balance gut zu funktionieren: gelegentlich Hand in Hand bei ausgewählten Events, ansonsten möglichst viel Zeit ohne Kameras. Auch dazu passt die neue Villa. Durch die Lage in den Hügeln können sie weitgehend unbeobachtet wohnen, Gäste empfangen und sind dennoch in weniger als einer halben Stunde in West Hollywood oder im Studio.
So dürfte der Alltag im Haus aussehen
Auch wenn nicht jeder Bereich fotografiert wurde, lässt sich aus dem Typus des Anwesens einiges ableiten. Für solche Häuser sind häufig:
- Ein großer, offener Wohnbereich mit Sofalandschaft und Blick ins Grüne
- Schlafzimmer mit eigenem Balkon oder Terrasse
- Ein Arbeits- oder Musikzimmer, in dem Songs geschrieben oder Drehbücher gelesen werden
- Ein Außenbereich mit Lounge-Möbeln, eventuell Pool oder Whirlpool
Viele Prominente nutzen derartige Häuser, um mehrere Lebensbereiche zu bündeln: Proben, das Drehen von Social-Media-Inhalten, kleine Dinnerpartys – und ebenso das schlichte Herumhängen im Jogginganzug.
Zwischen rote-Teppich-Star und Supermarkt-Kundin
Trotz des Komforts hält Lily‑Rose an einem Stück Normalität fest. In Interviews beschreibt sie, wie wichtig ihr Routinen im Alltag sind. Sie kauft gern allein im Supermarkt ein, holt sich unten an der Ecke einen Kaffee oder läuft ohne großes Team durch die Stadt. Bei manchen Stars klingt so etwas wie eine PR-Floskel – bei ihr eher wie ein bewusster Gegenpol zu ihrer frühen Erfahrung im Rampenlicht.
Schon als Kind stand sie im Blitzlichtgewitter. Kameras, die dauerhaft auf sie gerichtet waren, empfand sie als irritierend, teilweise sogar befremdlich. Ihre Eltern versuchten, ihr und ihrem Bruder trotz Bekanntheit eine möglichst normale Kindheit zu ermöglichen. Vollständig gelingen konnte das kaum, doch der Ansatz prägt sie offenbar bis heute: Ein Teil ihres Lebens soll nur ihr gehören.
Prominenz sieht sie als Teil ihres Berufs – nicht als Definition ihrer Persönlichkeit.
Genau dazu passt die neue Wohnsituation. Die Villa gibt ihr den Raum, nach Modetross und Filmset nach Hause zu kommen, die Tür zu schließen und einfach Lily zu sein – nicht „Lily‑Rose Depp, Star“.
Warum Stars auf abgeschirmte Häuser in L.A. setzen
Ein Haus in den Hügeln von Los Angeles zu wählen, ist bei Prominenten kein Zufall. In vergleichbaren Vierteln – von den Hollywood Hills über Laurel Canyon bis hinauf Richtung Mulholland Drive – wohnen viele internationale Namen. Die Gründe sind offensichtlich:
| Aspekt | Vorteil für Prominente |
|---|---|
| Höhenlage | Bessere Übersicht, weniger direkte Einblicke von der Straße |
| Zufahrten | Kontrollierbarer Zugang, Tore und Security leicht integrierbar |
| Nachbarschaft | Viele Anwohner sind selbst bekannt, es herrscht mehr Verständnis für Diskretion |
| Grundstückszuschnitt | Mehr Grünflächen, abgeschirmte Terrassen, Platz für Pool und Garten |
Für jemanden wie Lily‑Rose, die mit Paparazzi-Erfahrungen aufgewachsen ist, senkt so ein Umfeld den Stress spürbar. Sie muss nicht bei jedem Schritt vor die Tür mit einer Kamera rechnen und kann Garten oder Pool nutzen, ohne sich permanent beobachtet zu fühlen.
Was die Villa über ihren Lebensstil verrät
Die voll ausgestattete Küche, die Lage oberhalb der Stadt und der Mix aus Luxus und Alltagsmomenten auf Instagram ergeben zusammen ein klares Bild. Lily‑Rose Depp inszeniert sich nicht als unnahbare Diva mit Marmorböden und goldenen Wasserhähnen, sondern als junge Schauspielerin, die ihren Erfolg nutzt, um sich ein komfortables, zugleich persönliches Zuhause einzurichten.
Gerade für jüngere Fans wirken solche Einblicke nahbar. Die Immobilie bleibt für die meisten unerreichbar, die Szenen aus dem Alltag jedoch nicht: Kaffee im Oversize-Pulli, Kochen im Freundeskreis, Abende mit Musik im Hintergrund. Viele junge Stars arbeiten inzwischen genau mit dieser Bildsprache, um Nähe zu erzeugen, ohne zu viel preiszugeben.
Lily‑Rose steuert diese Einblicke auffallend kontrolliert. Zu sehen sind nur Fragmente – eine Ecke der Küche, ein Spiegel-Selfie im Flur, der Blick vom Balkon über die Stadt. Das Wesentliche bleibt privat: Gespräche mit ihrer Partnerin, Besuche in der Familie, berufliche Entscheidungen. Damit ist die Villa in Los Angeles mehr als ein Statussymbol: Sie ist der geschützte Rahmen, in dem sich Karriere, Liebe und der Wunsch nach Normalität miteinander vereinbaren lassen.
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