Aufhellende Strähnen, Light-Highlights und häufige Farbwechsel gehören weiterhin zu den prägenden Beauty-Trends – befeuert sowohl durch Friseursalons als auch durch den Einfluss von Prominenten. Methoden wie Balayage, der Look der „aufgehellten Brünette“ und Platinblond sind so beliebt, weil sie mehr Leuchtkraft bringen und sich individuell anpassen lassen. Gleichzeitig steigt damit der Bedarf an konsequenter Pflege nach chemischen Behandlungen.
Was Blondierung mit der Haarfaser macht: pH-Wert, Porosität und Glanz
Um hellere Nuancen zu erreichen, wird bei der Blondierung die Schuppenschicht geöffnet, damit die natürlichen Pigmente aus dem Haar entfernt werden können. Dabei verändert sich der pH-Wert der Haare vorübergehend. Die Faser wird poröser und dadurch anfälliger für Haarbruch, Trockenheit und einen Verlust an Glanz.
Bekannte Persönlichkeiten, die blondes oder stark aufgehelltes Haar tragen oder ihren Look regelmässig verändern, verstärken diese Trends zusätzlich und prägen damit auch spezifische Pflegeroutinen. Besonders Sabrina Carpenter und Kylie Jenner fallen dabei auf, weil sie bei öffentlichen Auftritten, in Kampagnen und in sozialen Netzwerken häufig blonde oder aufgehellte Haare zeigen. Diese Styles ziehen nicht nur wegen ihrer Optik Aufmerksamkeit auf sich, sondern auch wegen der notwendigen Pflege: Sie machen deutlich, wie wichtig strukturaufbauende Massnahmen sind, um Gesundheit und Strahlkraft der Haare zu bewahren.
Haaracidifizierung für chemisch behandeltes Haar
In diesem Zusammenhang gewinnt die Haaracidifizierung an Bedeutung – ein Schritt, der in Behandlungsprotokollen für chemisch behandeltes Haar immer häufiger vorkommt. Laut Haarexpertin Dione Wennie, Leiterin der professionellen Ausbildung bei Embelleze, „ist dieser Prozess notwendig, um den pH-Wert wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Oberfläche der Faser neu zu ordnen. Dadurch wird die Porosität bereits ab der ersten Anwendung reduziert, der Glanz und die Geschmeidigkeit verbessern sich, und das Haar wird darauf vorbereitet, Feuchtigkeitspflegen und Rekonstruktionen besser aufzunehmen“.
Welche Rolle Acidifier direkt nach dem Salon spielen
Die Expertin ergänzt, dass acidifizierende Produkte sowohl in professionellen Protokollen als auch in der Pflegeroutine zu Hause eingesetzt werden können – vor allem in der Zeit nach dem Friseurbesuch. „Unter den Optionen empfehle ich häufig den Novex Acid Control Acidifier Anti-Schäden, weil er dabei hilft, den pH-Wert wieder auszubalancieren, die Schuppenschicht zu versiegeln, die Regeneration insgesamt strapazierter Haare zu unterstützen und die Haargesundheit zu erhalten“, erklärt sie.
Darüber hinaus kann Haaracidifizierung nach Färben und Blondierung dazu beitragen, die Haare widerstandsfähiger gegen tägliche Belastungen zu machen – etwa durch die Hitze von Föhn und Glätteisen, Luftverschmutzung und Sonneneinstrahlung. Es geht damit nicht nur um einen optischen Effekt, sondern um einen strategischen Schritt für dauerhaft gesünderes Haar.
So integrieren Sie Haaracidifizierung in Ihre Pflegeroutine
Für die Anwendung zu Hause erläutert Dione Wennie, dass Acidifier nach dem Waschen sowie nach Conditioner oder Haarbehandlungen auf das noch feuchte Haar aufgetragen werden sollten. Dabei wird das Produkt sanft einmassiert, damit es in die Faser eindringen kann.
Häufigkeit und Kombination mit Feuchtigkeitspflege und Rekonstruktion
Wie oft die Anwendung sinnvoll ist, richtet sich nach den Angaben des Herstellers – meist ein- bis zweimal pro Woche, insbesondere nach Blondierungen oder intensiven chemischen Prozessen. Wenn Haaracidifizierung zudem mit regelmässigen Feuchtigkeitspflegen und Rekonstruktionen kombiniert wird, lassen sich die Ergebnisse verstärken: Das Haar bleibt weicher, glänzender und insgesamt belastbarer im Alltag.
Von Caroline Amorim
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