Diese Woche in der Wissenschaft: Generationeneffekte von nuklearer Strahlung, nachgewiesen bei den Kindern von Aufräumarbeitern aus Tschernobyl; einfache Routinen, die Ihr Demenzrisiko senken könnten; eine neue Lichttherapie-„Mütze“ gegen Haarausfall – und vieles mehr.
DNA-Mutationen bei den Kindern von Tschernobyl-Arbeitern entdeckt
Forschende haben DNA-Veränderungen identifiziert, die nach der Reaktorhavarie von Tschernobyl im Jahr 1986 von Aufräumarbeitern an ihre Kinder weitergegeben wurden.
Dabei zeigte sich: Je höher die Strahlendosis des Elternteils, desto mehr Mutations-Cluster fanden sich beim Kind. Das passt zu der Annahme, dass Strahlung Moleküle erzeugt, die als reaktive Sauerstoffspezies bekannt sind. Diese können DNA-Stränge brechen – und wenn solche Brüche nicht perfekt repariert werden, können die in der Studie beschriebenen Cluster zurückbleiben.
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Einfache lebenslange Gewohnheiten können Ihr Alzheimer-Risiko um 38% senken, zeigt eine Studie
Tätigkeiten wie Lesen könnten das Demenzrisiko laut einer neuen Studie um bis zu 38% reduzieren – und den Beginn der Erkrankung um bis zu sieben Jahre hinauszögern.
Zusätzlich untersuchte das Team Hirngewebe von Teilnehmenden, die im Untersuchungszeitraum starben. Es gab Hinweise darauf, dass die Gehirne von Personen mit höheren Enrichment-Werten aus der Kindheit in gewissem Mass vor den Proteinablagerungen geschützt waren, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden.
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Neue Lichttherapie kann einen wichtigen Marker für Haarausfall um 92% unterdrücken
Eine neue Lichttherapie-„Mütze“, entwickelt von koreanischen Wissenschaftlern, macht Menschen mit Haarausfall Hoffnung: Sie soll altersbedingte Zellveränderungen um 92% unterdrücken.
Die Technologie nutzt nahinfrarote Wellenlängen, die gezielt so abgestimmt sind, dass sie menschliche dermale Papillazellen (hDPCs) ansprechen – zentrale Akteure der Haarregeneration an der Basis der Haarfollikel.
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Wissenschaftler züchteten Mini-Gehirne und trainierten sie dann für ein Ingenieurproblem
Im Labor gezüchtete Mini-Gehirne wurden darauf trainiert, ihre Leistung beim Lösen eines klassischen Ingenieurproblems schrittweise zu verbessern.
„Was wir gezeigt haben, ist kurzfristiges Lernen: Wir können ein Organoid in einem Zustand nehmen und es in einen anderen überführen, den wir anstreben – und wir können das verlässlich wiederholen“, sagt Ash Robbins, Forscher für Robotik und Künstliche Intelligenz an der University of California, Santa Cruz.
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Erstaunlicher Spinosaurierfund aus der Sahara ist anders als alle bisher bekannten
In der Sahara wurde eine neue Art von Spinosaurus entdeckt – mit einem gebogenen Kamm auf dem Kopf, wie man ihn bei dieser Dinosauriergruppe bislang nicht gesehen hat.
„Ich stelle mir diesen Dinosaurier als eine Art ‚Höllenreiher‘ vor, der problemlos auf seinen kräftigen Beinen in zwei Metern Wassertiefe waten konnte, aber vermutlich die meiste Zeit damit verbrachte, in flacherem Wasser auf die vielen grossen Fische jener Zeit zu lauern“, sagt Paul Sereno, Paläontologe an der University of Chicago.
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Hirsche erzeugen rätselhafte ultraviolette Signale, die in Wäldern leuchten
Hirsche können laut einer neuen Studie über eine ultraviolette Spur miteinander kommunizieren, die entsteht, wenn sie an Bäumen reiben und urinieren.
Diese UV-Wellenlängen sind am Himmel in der Dämmerung und im Morgengrauen besonders häufig – genau zu den Zeiten, in denen Hirsche am aktivsten sind. Und da frühere Forschung gezeigt hat, dass Hirsche Reflexionen oder Emissionen dieser Wellenlängen wahrnehmen können, wäre alles, was unter den Taschenlampen der Forschenden hell genug leuchtet, für ein Hirschauge leicht zu erkennen.
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