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Klassische Nagellacke im Herbst/Winter 2026: diese Farben sind angesagt

Frau lackiert ihre Fingernägel in dunklem Rot, umgeben von mehreren Fläschchen Nagellack und dampfender Tasse Kaffee.

Klassische Nagellacke bleiben im Herbst/Winter 2026 gefragt – allerdings mit einem deutlich anderen Ansatz als in den vergangenen Saisons. Statt der erwartbaren Standardnuancen stehen neu interpretierte Farbtöne im Fokus: eleganter, facettenreicher und mit mehr Charakter. Damit trifft die Saison den Wunsch vieler Kundinnen nach Farben, die zu allem passen und zugleich zeitgemässer und spannender wirken.

Laut Carol Lucena, Educatorin und Mentorin für Maniküristinnen sowie Ausbilderin am Instituto Embelleze, liegt der Kerntrend genau in dieser Modernisierung vertrauter Klassiker. „Die Klassiker bleiben im Winter stark, aber sie zeigen sich jetzt mit neuen Finishes, Untertönen und einer weniger offensichtlichen Ästhetik“, sagt sie.

Für Herbst/Winter 2026 seien die Nuancen insgesamt stilvoll und unkompliziert zu tragen – nur eben in aktualisierten Varianten. „Das sieht man besonders in Paletten mit tiefen Weinfarben, raffinierten Neutrals, dunklen Grüntönen und modernen Grauschattierungen. Ein Beispiel ist die Kollektion Letzter Aufruf von Dailus, die diese klassischen Töne für die Saison neu interpretiert“, ergänzt sie.

Zwischen eleganten Neuauflagen klassischer Neutrals und satten, dunklen Farben hebt die Expertin einige Nuancen hervor, die im Herbst/Winter 2026 besonders an Bedeutung gewinnen dürften. Hier sind sie:

1. Intensive Wein- und Pflaumentöne

Weinfarben gelten weiterhin als sichere Wahl für die kalte Jahreszeit, wirken 2026 jedoch noch tiefer und edler – oft mit violettem oder bräunlichem Unterton. Statt leuchtender, offener Rottöne dominieren elegante Varianten, inspiriert von Pflaume, Merlot und Cherry Mocha.

2. Elegante Brauntöne und Kaffee-Nuancen

Chocolate, Cappuccino, Mocha und Café au Lait treten als moderne Alternative zu den klassischen dunklen Winterfarben auf. Die Brauntöne erscheinen cremiger und hochwertiger und unterstreichen die weiterhin präsente Quiet-Luxury-Ästhetik in der Beautywelt.

3. Kühle Beigetöne und raffinierte Neutrals

Neutrals bleiben ein wichtiger Bestandteil der Saison – jetzt aber mit einer deutlich edleren Anmutung. Graustichige Beiges, Off-Whites und buttrige Nuancen bieten minimalistische und elegante Optionen für alle, die unaufdringliche Nägel bevorzugen, ohne auf einen gehobenen Look zu verzichten.

4. Zeitgemässe Grautöne

Von hellem Grau bis zu sanftem Graphit zählen Graunuancen zu den grossen Allroundern der Saison. Sie wirken modern und vielseitig, sind eine urbane Alternative zu klassischen Nudes und lassen sich mit unterschiedlichsten Winterlooks und Stilrichtungen kombinieren.

5. Moosgrün und edles Oliv

Dunkle Grüntöne gewinnen auf den Nägeln weiter an Raum – besonders in naturinspirierten, erdigen Varianten. Moos, Oliv und Military Green gelten als elegante Wahl für alle, die von den Klassikern abweichen möchten, ohne zu übertreiben.

6. Petrol, Navy und Mitternachtsblau

Dunkle Blautöne gehören zu den zentralen Wetten für Herbst/Winter 2026. Die modernen, anspruchsvollen Nuancen von Petrol, Navy und Mitternachtsblau können Schwarz stilvoll ersetzen und geben dem Look Tiefe – auf eine weniger offensichtliche Art.

7. Gedeckte Pastelltöne mit Graustich

Auch in der kalten Saison bleiben sanfte Farben präsent, allerdings in subtileren, weniger knalligen Ausführungen. Verwaschenes Flieder, gedecktes Altrosa und Nebelblau treten mit grauem Unterton auf und bringen eine ausgewogene Zartheit in die saisonale Farbpalette.

Neben den Farben tragen auch die Finishes dazu bei, Klassiker zeitgemäss wirken zu lassen. Intensiver Glanz, Gel-Effekt, ultracremige Textur und ein spiegelnder Look zählen zu den wichtigsten Ansätzen, um Nägel eleganter und moderner erscheinen zu lassen.

Für Carol Lucena zeigt dieser Trend auch eine Veränderung im Kaufverhalten innerhalb der Beautybranche. „Heute gibt es eine stärkere Suche nach vielseitigen und zeitlosen Nagellacken, die trotzdem Persönlichkeit haben. Der Klassiker bleibt – nur eben neu interpretiert, moderner und viel weniger basic“, schliesst sie.

Von Caroline Amorim

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